Besorgniserregend: Energie- und Mietschulden!

Besonderes Augenmerk gilt in der Schuldnerberatung den Miet- und Energieschulden, die vor diesem Hintergrund auch als Primärschulden bezeichnet werden. So droht bei Mietschulden die Zwangsräumung und damit im schlimmsten Fall sogar die Obdachlosigkeit. Rückstände beim Energieversorger führen in letzter Konsequenz zur Liefersperre und damit ebenfalls zu sehr gravierenden Einschränkungen.

 

I. Entwicklung bei den Energieschulden

Quelle: Statistik der Berliner Insolvenzberatungsstellen InsOStat (jeweils 2. Halbjahr)

 

Die Höhe der Energieschulden insgesamt ist bei den Ratsuchenden in den Berliner Schuldnerberatungsstellen zum Stichtag 31.12.2016 auf über 5,2 Mio. € angestiegen. Bei der Interpretation der Zahlen müssen hier zwar auch Sonderentwicklungen berücksichtigt werden. So nimmt der Umfang von Altschulden nach z.T. mehrfachem Wechsel des Energieanbieters immer stärker zu.

Großen Anlass zur Besorgnis gibt aber dennoch der ständig wachsende Anteil der von Energieschulden betroffenen Ratsuchenden. So haben mittlerweile fast 30 % der Klientinnen und Klienten in den Berliner Beratungsstellen Rückstände bei ihrem Energieversorger.

 

II. Mietschulden: Stagnation auf sehr hohem Niveau

Auch die Entwicklung bei den Mietschulden gibt Anlass zur Sorge: So liegt der Anteil der betroffenen Klienten gleichbleibend hoch bei knapp 30 %. Im Durchschnitt betrugen die Miet- und sonstigen Wohnschulden bei den betroffenen Klienten 5.464,95 € (Stand 31.12.2016).

Die Gesamtsumme der Miet- und sonstigen Wohnschulden stagniert auf sehr hohem Niveau und liegt aktuell bei rund 15,5 Mio. €.

Quelle: Statistik der Berliner Insolvenzberatungsstellen InsO-Stat (jeweils 2. Halbjahr)
Letzte Änderung: 23.03.2017 16:58