Methodisch-Didaktische Hinweise und Hilfen
Grundlegende Methodisch-Didaktische Hinweise und Hilfen, die der Aufbereitung sowohl von Seminaren als auch von Unterrichtseinheiten mit unterschiedlichen Zielgruppen dienen, um somit den richtigen Bezug zur Finanzbildung herstellen zu können.
Um Unterricht oder Seminare gestalten zu können, ist es wichtig, vorab das Was, Wozu und das Wie zu klären. Nur wenn diese Aspekte ineinandergreifen, ist guter Unterricht auch möglich. Je nach Erfahrung der Lehrenden kann es hilfreich sein, sich mit derartigen Bezugsrahmen intensiver auseinanderzusetzen. Dazu haben wir die unterschiedlichsten Materialien bereitgestellt, um allgemeine methodische Ansätze für den Unterricht aufzuführen und diese zusätzlich mit praktischen Methodenvorschläge in Verbindung zu setzen, welche sich konkret auf die finanzielle Allgemeinbildung beziehen. Im Folgenden werden somit Beispiele eines Curriculums allgemeiner Art explizit für den Unterricht der Klassen 5-10 in Berlin vorgestellt.
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Zielgruppe
Unterrichtende
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Ziel
Bildungsarbeit gestalten, Methodenvielfalt
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Inhalt
Die Methodenkiste bietet eine Vielzahl von Methoden für Schulunterricht und Bildungsarbeit außerhalb der Schule. Die Methoden sind nach verschiedenen Anwendungsbereichen sortiert – wie zum Beispiel: "Einsteigen", "Präsentieren" oder "Feedback geben". Alle Methoden sind so beschrieben, dass insbesondere bei der Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die Lernenden ihren Unterricht mitgestalten können. Viele Methoden zielen auf kreatives, selbstständiges, eigenverantwortliches Lernen sowie kritisches Denken und Urteilen ab. So können Lernende gleichzeitig einen Beitrag zur Demokratisierung der Schule und Bildungsarbeit leisten.
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Zielgruppe
Unterrichtende
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Ziel
Die hier aufgeführte Methoden-Sammlung stellt Lehrkräften ein differenziertes und abwechslungsreiches Repertoire an Möglichkeiten zur Verfügung, die sich insbesondere auf die filmpädagogische Arbeit mit Schüler*innen im Unterricht konzentrieren wollen. So können die im Materialkoffer dargestellten Videos und Filme auch effektiv eingesetzt werden.
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Inhalt
Diskussionsmethoden: Diskussionsmethoden bieten den Schüler:innen die Möglichkeit, ihre Eindrücke zum Film zu äußern, Filminhalte und Filmsprache in Gesprächen zu thematisieren und unterschiedliche Sichtweisen und Wahrnehmungen kennenzulernen.Methoden zur schriftlichen Auswertung und zur
Analyse: Die Schüler:innen analysieren Inhalt, Dramaturgie und Gestaltungsmittel, erarbeiten die besonderen Möglichkeiten der Filmsprache und setzen sich mit dem Werbecharakter von Filmplakaten sowie Filmtrailern auseinander.Spielerische und gestaltende Methoden: Die Methoden unterstützen die kreative Auseinandersetzung der Schüler:innen mit Filmen und zeigen auf, welche motivische, ästhetische oder dramaturgischen Mittel eingesetzt werden.
Kernfächer für die filmpädagogische Arbeit mit den vorgestellten Methoden: Deutsch, Fremdsprachen, Kunst, Musik, Ethik/Religion, Geschichte, Sozialkunde und Politik.
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Zielgruppe
Lehrkräfte – Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufe 5–10
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Ziel
Die Verbraucherbildung hat zum Ziel, die Schüler*innen zu mündigen, verantwortungsbewusst handelnden Konsumenten heranzuziehen. Zentrale Themenbereiche der Verbraucherbildung sind:
- Finanzen
- Ernährung und Gesundheit
- Medien und Information
- Nachhaltiger Konsum
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Inhalt
Diese Themenbereiche sollen in die Schulfächer integriert werden. Am Ende der Schulzeit sollen die Schüler*innen in der Lage sein, die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Folgen des eigenen Konsums zu erkennen sowie sinnvolle Entscheidungen für ihr eigenes Leben zu treffen und umzusetzen.
Die Verbraucherbildung im Unterricht bezieht die Erfahrungen der Schüler*innen ein und greift aktuelle gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Entwicklungen auf. Sie soll die Kompetenzen der Schüler*innen für die Haushaltsführung und Urteilsfähigkeit bei Konsumentscheidungen stärken.
Der Orientierungs- und Handlungsrahmen für das übergreifende Thema Verbraucherbildung ist eine Ergänzung des Rahmenlehrplans Berlin Brandenburg und gibt Anregungen und Unterstützung bei der Umsetzung des Themas im Unterricht.
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Zielgruppe
Unterrichtende
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Ziel
Die Umsetzung des Curriculums Finanzielle Grundbildung basiert auf theoretischen Grundlagen des „Anchored-Instruction-Ansatzes“. Dieser didaktische Ansatz steht für die Verankerung von Wissen. Wissen soll damit nicht nur losgelöst und abstrakt erworben werden, sondern auf verschiedene Situationen und Kontexte (praktisch) anwendbar und übertragbar machen.
Das Curriculum kann als Unterstützung, Orientierung sowie didaktischen Leitfaden für die Entwicklung von Programmen, Lernkonzepten und -angeboten genutzt werden.
Lehrende im Bereich Alphabetisierung und Grundbildung erhalten ein didaktisches Konzept mit einer Fülle an Lehr- und Lernmaterialien, die sie flexibel für unterschiedliche Zielgruppen und Lernkonzepte variabel einsetzen können. -
Inhalt
Das Curriculum Finanzielle Grundbildung beinhaltet sechs übergeordnete Kompetenzdomänen. Für jede Kompetenzdomäne wurden verschiedene Materialsets auf-bereitet. Jedes Materialset besteht aus Materialien für Lernende, die jeweils eine einleitende Ankergeschichte, authentische Dokumente und beispielhafte Arbeitsblätter beinhalten. Zudem gibt es Materialien für Lehrende: einen exemplarischen Moderationsplan sowie Zusatzmaterialien, wie didaktisch-methodische Hinweise und Linklisten. Durch die modulare und offene Ausrichtung des Curriculums können in Abhängigkeit vom Einrichtungsprofil, der inhaltlichen Ausrichtung, den Zielgruppen, den Ansprachestrategien und den Kooperationspartnern bei unterschiedlichen Trägern verschiedene Angebotsformate entstehen. Das Curriculum ist anschlussfähig an bisherige Formate in der Praxis. Die Materialien können flexibel eingesetzt werden.
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Zielgruppe
Unterrichtende
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Ziel
Die hier gesammelten Methoden dienen der Beschäftigung mit den non-kognitiven Aspekten des Themas „Umgang mit Geld“. Im Fokus stehen daher die Reflexion und der Austausch bezüglich Werten, Einstellungen, Wünschen und Erfahrungen im Bereich Geld und Finanzen.
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Inhalt
Werte und Einstellungen, Geld als gesellschaftliches Thema, eigene Geldbiografie, eigene Ressource beim Thema Geld, Konsum und Werbetricks.
Zu vielen Methoden gibt es dazugehörige Arbeitsblätter für Lernende.
Die Methoden können ergänzend zu den Arbeitsblättern und didaktischen Vorschlägen der Materialsets des Curriculums Finanzielle Grundbildung flexibel genutzt werden. Die Vorschläge bezüglich der Aufgabenformulierung, der Sozialformen und der Zeit sind als Anregungen zu verstehen und können nach Bedarf angepasst werden.